Crossover II

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*gelöscht*

Gast
Turan Log 3 SZ 2415,20.05.



*** Rihannischer Handelsposten jenseits der Neutralen Zone ***

Turan tr'Kaleh stand vor dem Videoschirm, der ihn über eine verborgene Kamera mit dem VIP-Einreisebüro der Station verband. Anläßlich der bedrohlichen Nachrichten und Gerüchte, die ihn jüngst von seinem Informanten erreicht hatten, war es ihm angebracht erschienen, die illustren Gäste aus der Föderation persönlich in Augenschein zu nehmen, erste Sondierungen vorzunehmen und wenn nötig, bereits Maßnahmen einzuleiten.....

Tr'Kaleh gestattete sich ein Lächeln. Da war der berühmte Felix DeRaaf, Admiral der DIA, der gefürchtetste Mann innerhalb des Imperiums! Sein Gesichtsausdruck gestattete keine Rückschlüsse auf die Art seiner Mission, die ihn hier hergeführt hatte. Momentan trug er nur eine gewisse Indignation über die behördliche Sturheit zur Schau.
Dort war der Vorta, Bordarzt der USS Saipan.....Turan betrachtete ihn neugierig. Die letzten Vorta, mit denen er zu tun gehabt hatte, standen im Dienste des Dominions und zeichneten sich durch eine boshafte Verschlagenheit aus. Gut, dieser machte nicht den Eindruck.....Doch konnte man niemals wissen. Es war immer besser, Vorsicht walten zu lassen!

Genau wie Lieutenant Charles McGregor....die Haarfarbe dieses Menschen ist wirklich einfach....faszinierend!....der an der Akademie für Astrophysik dozieren sollte. Turan war kein Wissenschaftler, doch die aufsehenerregende Rückkehr des Föderationsraumschiffes Saipan aus der Zukunft in das Jahr 2415 hatte damals für eine Aufregung gesorgt, der auch er sich nicht entziehen konnte. Und ganz sicher war, daß Dinge wie das Albright Theorem das Interesse zahlreicher Leute auf sich lenken würde, deren Absichten nicht nur der hehren Wissenschaft verpflichtet waren. Was, so hatte sich Turan entsetzt gefragt, als er von der Einreise McGregors erfuhr, wenn Leute wie die Vaharan, oder diese seltsame Gruppe innerhalb der DIA, von der seine Informanten berichtet hatten, versuchten, ihre Ziele nicht mehr im hier und JETZT durchzusetzen, sondern die Zeit selbst zu manipulieren, um sie zu erreichen?
Auf jeden Fall hatte der Vize-Direktor des TalShiar diesem rotschopfigen Terraner ein extra Team aus der Inneren Abteilung zur Seite gestellt, das ihn unauffällig beschützen und gleichzeitig beschatten sollte.

Turans Blick wanderte weiter über den Videoschirm. Ah...dort war der Captain der Föderationsflotte....Er war erstaunt, WIE rihannisch sie aussah. Irgendwie hatte er damit gerechnet, daß ihr Erscheinungsbild menschlicher war....Ganz ohne Zweifel tatsächlich eine t'Khellian.stellte Turan fest, und die Ähnlichkeit jener grazilen Gestalt mit seiner für immer verlorenen Geliebten gab ihm einen Stich. Er musste sich zwingen, an seinen Dienst und seine Pflicht zu denken.
Endlich hatten alle Mitglieder der kleinen Reisegruppe die Kontrolle passiert und strebten dem Ausgang zu, der ins betriebsam brodelnde Innere der Handelsstation führte. Turan wusste bereits, was man ihnen eben erst mitteilte: das ein Schiff des Hauses Khellian sie in etwa neun Standartstunden hier abholen und nach ch'Rihan bringen würde. Also genug Zeit für ihn.......

Mit einer Handbewegung deaktivierte er den Videoschirm und verließ den kleinen Raum, um mit dem Lift abwärts in das Büro des Kontrollbeamten zu fahren. Auf seinen ausdrücklichen Befehl hin waren die Ankömmlinge sämtlichen verschärften Tests unterworfen worden -- doch sollte kein Alarm ausgelöst werden, falls einer dieser Tests positiv verlaufe. Das beinhaltete ein Risiko, doch Turan wollte selbst prüfen, ob einer der Gäste verborgene Scannereinrichtungen oder gar Sprengstoff in sich implantiert hatte, oder ob die Synapsenkontrolle Abnormitäten aufwies, die auf eine externe Beeinflussung schliessen liessen.....

Nach gut zwei Stunden verließ er das Büro in entgegengesetzter Richtung. Sämtliche Überprüfungen waren zufriedenstellend verlaufen. Jene Gäste aus der Föderation SCHIENEN tatsächlich das zu sein, als was ihre Papiere sie auswiesen. Und die Gründe ihrer Einreise SCHIENEN tatsächlich jene zu sein, die sie angegeben hatten......Sein Kommunikator zirpte leise, gerade als sich die Lifttür hinter ihm schloß. Perfektes Timing. dachte Turan. -- Dieser Ort war abhörsicher! Es meldete sich einer seiner informellen Mitarbeiter, Solkan ve´Krathel.

+ Ich habe mit ihm gesprochen.+

"Und?"

+ Er will nicht reden.+

"Das war zu erwarten.....Ich kümmere mich selbst um unseren ehrenwerten Admiral." Turan lächelte. Es würde ein interessantes Wiedersehen werden......

(Vielleicht schreib ich noch was. Wenn ichs nicht schaffe, dann morgen. Bin im Umzug.)
 
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*gelöscht*

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Crossover Admiral DeRaaf Log 4 SZ 2415,20.05.

Posting für Felix!

*** Rihannischer Handelsposten jenseits der Neutralen Zone / Büro des Sektorbeauftragten der Handelsaufsicht ***

Solkan ve´Krathel musterte den grauhaarigen Terraner lange.Er hatte DeRaaf in das kleien Büro gebeten , um vorab eine kleine Sondierung vorzunehmen. Vizedirektor Turan tr'Kaleh hatte ihn genaustens informiert, trotzdem...Vorsicht war besser als Nachsicht.
Dieser Mann könnte eine wichtige Rolle für die Sicherheit des Reiches spielen, oder aber ein ganz übles Spiel treiben.
Beides war möglich. Nun, er würde diesen Menschen schon zu unterhalten wissen.

SK; Nun...ich hoffe, Sie hatten einen guten Flug.
DR: Der Flug war annehmbar.
Sk: Nun ja, bei den Klingonen weiss man nie...
DR: Vulkanier, es war ein vulkansiches Schiff.
Sk: Richtig.
DR: Und nun ?
Sk: Erzählen Sie mir etwas.
DR: Ich gehe davon aus, dass Sie informiert wurden.
Sk: Korrekt, aber ohne meine Entscheidung gehen Sie nirgendwo hin.
DR: Doch, nach Hause.
Sk: Nicht mal das. Sie würden ganz einfach verschwinden.

DeRaaf lächelte teuflisch.

DR: Richtig. Und Sie gleich mit.
Sk: Soll das eine Drohung sein ?
DR: Nur eine Feststellung.
Sk: So ernst ?
DR: Wie definieren Sie ernst ?
Sk: Wenn ich mir die Umstände Ihres Auftauchens hier anschaue ...
DR: Nun, sagen wir, die Situation erfordert einige unkonventionelle Massnahmen.
Sk: Soso....Worum geht es denn ?
DR: Das werde ich nur Ihrem Vorgesetzten mitteilen.
Sk: Aber Mr. DeRaaf...wir sind doch nicht beim Tal Shiar...Woher sollte ich einen Vorgesetzten haben ?
DR: Habe ich das gesagt ?
Sk: Nein, aber gedacht...
DR: Ach, Sie können Gedanken lesen ?
Sk: ich kann einiges.
DR: Ja, z.B. den Tal Shiar erwähnen.
Sk: Nun, das war naheliegend.
DR: Ich würde ja gerne unser reizendes, kleines Gespräch fortsetzen, aber ich habe noch ein Schiff zu erreichen.
Sk: Wie ich bereits erwähnte, Sie kommen ohne weitere Informationen hier nicht weg.
DR: Nun, dann muss ich deutlicher werden. Entweder, Sie lassen mich jetzt dorthin gehen, wo ich hin muss, oder
Ihr Vorgesetzter wird ein paar Informationen weniger haben, Commander Solkan ve´Krathel. Im übrigen sollten Sie Ihre Geschäfte auf Ferengi- Nar
ein wenig genauer kontrollieren. Wie ich hörte, hat die Malinka-Corp hohe Verluste eingefahren. Ihr Depot sollte einmal überprüft werden.
Sie halten 1214 Aktienpakete der Malinka-Corp.
Sk: Sie sind erstaunlich gut informiert.
DR: Berufskrankheit.
Sk: Nun gut. Ich habe alles erfahren, was ich wissen muss. Ich wüsnche Ihnen noch einen angenehmen Aufenthalt im Empire.
DR: Ich danke Ihnen für Ihre Zeit.

DeRaaf verbeugte sich knapp und verliess das Büro.
Solkan ve´Krathel war zufrieden. Dieser Mann schien wirklich DeRaaf zu sein.Nun konnte er Turan tr'Kaleh informieren. Was ihn nur beunruhigte..woher wusste dieser Terraner von seinen Aktivitäten auf Ferengi-Nar ?

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Admiral Felix De Raaf
Leiter der DIA
 

Rikal

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CO Log 2 | Ens. Tarabas | Med | 2415.0518

[Posting für Tarabas]

=/\= Shuttle ins Nirgendwo =/\=

Desorientiert hockte der junge Mann in einer Ecke des Shuttles, immer wieder einen kräftigen Schluck aus einer Flasche mit übelriechendem Inhalts nehmend. Es war für ihn der einzige Weg, diesen Alptraum namens Reise überhaupt durchzustehen. Die Mitreisenden waren augenscheinlich ein wilder Haufen Abschaum, zusammengesucht in den Weiten des Alls und doch sah er gegen sie aus wie ein Hungertuch. Aber irgendetwas mussten auch sie besitzen, mehr nur als ihren Körperbau, dass sie es wert waren diese Reise anzutreten.

Tarabas schaute an sich herunter, krallte sich fester an seine beiden Taschen die er mit sich führte und deren Inhalt er besser hütete als seinen Augapfel. Noch immer fragte er sich, wieso ausgerechnet er, ein zivilisierter Mediziner der Sternenflotte so tief hatte sinken können, dass er diesen steinigen Weg am Rande des Abgrunds beschritt. Tarabas grinste. Er war schon immer ein sonderbarer Typ gewesen, der es sich und anderen nie wirklich leicht machte - sei es nun durch sein ungewöhnliches Wesen oder aber durch seine doch recht unkonventionellen Methoden. Wäre er abergläubisch, würde er nun davon ausgehen, dass das besondere Glück McGregors, nämlich in jedes Fettnäpfchen dieses Universums, und sei es auch noch so winzig, zu treten, auf ihn abgefärbt war.

Zäh wie Gummi zog sich die Zeit dahin. Der promovierte Naturheini hatte jedwedes Gefühl für Raum und Zeit verloren. Die Reise entwickelte sich immer weiter zu einem reinen Kampf ums nackte Überleben. Jeder ging auf jeden los, nur um auch nur einen Tropfen kostbaren Lebenselixiers, auch als Wasser bezeichnet, zu ergattern. Aber er schien vom Glück geküsst zu sein. Immerhin hatte er einen nicht zu verachtenden Vorrat dieses berauschenden Getränks dabei, dass seine Sinne benebelte und ihn so häufig bewusstlos erscheinen ließ, ein Zustand, der ihm wohl bei der aufkeimenden Aggressivität einen gewissen Schutz bot.

--- einige Tage später / fremder Planet ---

Tarabas vermochte nicht zu sagen, wie viel Zeit bereits verflossen war, noch in welchem Teile dieses Universums er sich überhaupt aufhielt. Sein Schädel dröhnte noch immer wie ein Amboss unter den Schlägen des Hammers von dieser grausigen Flüssigkeit und der stickigen Luft, die er eine Ewigkeit eingeatmet zu haben schien. Doch hier in dieser Fremde, in dieser klaren Luft, war etwas, dass seine Lebensgeister zu wecken schien. In nicht allzu weiter Ferne vernahm er das Geräusch aufeinanderschlagenden Metalls. Duelle? Hier? Am Rande des Universum, fern jedweder Zivilisation? "Also schön Herrschaften". Unvermittelt drang eine schneidende Stimme an sein Ohr, ein Kommandoton der härtesten Gangart, wie der junge Mann herauszuhören glaubte. "Mir ist völlig gleich wer ihr seid, noch woher ihr kommt oder was ihr gelernt habt. Ich weiß nur eines - ihr alle seid Kämpfer und genau deshalb seid ihr hier - zum Kämpfen. Wer nicht pariert, dem werde ich persönlich Beine machen. Wer sich weigert meinen Anordnungen Folge zu leisten, wir die Konsequenzen zu tragen haben und diese werden gewiss kein Zuckerschlecken sein. --- Ssianha, ihr kümmert euch um diesen mickrigen Haufen von elendigen Schlappschwänzen, ich erwarte, dass sie die Besten der Besten werden. Und nun etwas zackig, wir sind hier schließlich nicht in einem Feriencamp."

Tarabas gingen schier die Augen über. Wo war er denn nur hier gelandet? Was war denn mit dem angeblichem Turnier, zu dem er hergelockt worden war? Dem jungen Manne ging es durch den Geiste, dass es vielleicht doch von Vorteil gewesen wäre, sich einst genauer mit der romulanischen Kultur zu befassen. Doch nun war es zu spät, er musste die Suppe auslöffeln, die er sich mehr oder weniger eingebrockt hatte.

Die Stimmung unter seinen Gefährten war indes gefährlich angespannt. Es rumorte kräftig unter den Anwesenden. Die Situation schien jeden Augenblick eskalieren zu können, ein Funke und der gesamte Hexenkessel flog in die Luft. Tarabas grinste bei diesem Vergleich. Aber irgendwie traf er damit den Nagel jedoch voll auf den Kopf. Nun ja.. er würde sich halt überraschen lassen, was ihn hier noch alles erwarten würde, in seinem "Urlaub".


Tbc...
 
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*gelöscht*

Gast
Crossover Turan Log 4



*** Rihannischer Handelsposten jenseits der Neutralen Zone ***

Die Abendphase der Station hatte begonnen, und hier in den Geschäftspassagen am unteren Rand der Station, wo die Ladenmieten die billigsten waren und sich demzufolge auch allerlei zwielichtige Transaktionen abpielten, war das Ambiente sogar Dunkel zu nennen. Niemand vermochte zu sagen, ob dies dem Willen der Stationsleitung entsprach, oder ob Teile der Händler das Beleuchtungssystem manipuliert hatten. Turan tr'Kaleh war dies ebenso gleichgültig, als er die Kapuze seines Umhangs hochschlug und sich unter eine der Bogenarkaden zurückzog.

Er musste nicht lang warten. Sein Kontrahend -- oder Partner, das würden die nächsten Minuten erweisen -- war pünktlich, wie es sein Ruf verhieß. Turan tr'Kaleh trat dem Terraner entgegen, der nicht im mindesten Überraschung zeigte. Sei immer auf das Unfaßbare gefaßt. zitierte Turan in Gedanken den Leitsatz des DIA und neigte kurz den Kopf.
"Guten Abend, DeRaaf."

"Das wird sich zeigen, Khre'rionel Turan. -- Das ist doch Ihr aktueller Rang, wenn man mich richtig informiert hat. -- Wie ich bemerke, lieben Sie immer noch konspirative Treffen in der Dunkelheit."

"Und wie ICH bemerke, trauen Sie mir noch immer nicht. Ich muss Sie bitten, den Mikrophaser zu deaktivieren!" Er glaubte selbst im Dämmerlicht das Lächeln seines menschlichen Gegenüber daraufhin zu sehen. "Kommen Sie, DeRaaf. Meinen Sie, daß Sie es nötig hätten, sich auf offener Straße zu verteidigen? Glauben Sie mir, wenn ich wöllte, würden Sie so leise und unauffällig verschwinden, das kein Lufthauch entstünde...."

"Das gleiche kann ich von Ihnen sagen." Für einen Sekundenbruchteil flammte ein violettes Lämpchen auf, als DeRaaf seinen Phaser deaktivierte. Dann folgte der Terraner der Aufforderung Turans, ihn tiefer in das dunkle Gewirr der unteren Ladenstrasse zu begleiten.

Eine Zeitlang schritten sie schweigend nacheinander, in nichts den übrigen 'Geschäftsleuten' unterschieden, die hier durcheinander huschten. Eine Prostituierte machte sich anerbietig, aber ein Blick Turans genügte, um sie zu verscheuchen.

"Sie sollten sich Ihren Blick als Waffe lizenzieren lassen, Khre'rionel."

"Keine Titel!" Aprupt blieb Turan stehen und wandte sich dem Terraner zu. Unter ihnen erstreckte sich jetzt der dumpf pulsierende Reaktorkern der Station, durch mehrere Gitterstrukturen und ein Kraftfeld abgeschirmt. "Sie wissen, warum Sie hier sind?"

"Nun, sagen wir.....Gewisse ..... Ereignisse veranlaßten mich zu dieser kleinen touristischen Expedition."

In der Dunkelheit war zu hören, wie Turan scharf die Luft einsog. "Ich werde Ihnen sagen, warum Sie hier sind: auf MEINEN ausdrücklichen Befehl. Gewisse Ereignisse -- um Ihre Worte zu verwenden -- ließen mir eine Zusammenarbeit angeraten erscheinen. Allerdings habe ich mich wiederholt gefragt, ob nicht SIE für eben diese Ereignisse verantwortlich sind, DeRaaf."

"Dann sind wir quit, Tr'Kaleh. Ich gebe zu, daß ich bei der Auswertung meiner Informationen einigemale dachte, diese....Ereignisse.....trügen IHRE Handschrift. Aber dann meinte ich, daß Ihre Perfidität nicht SO weit gehen würde wie--"

"-- wie die Konspiration in der Bar "Zum fliegenden Teufel"?"

DeRaaf nickte."Jemand plant, sich ein leichtes Spiel zu machen, in dem er Romulus und Föderation gegeneinander ausspielt um anschliessend die Trümmer neu zu ordnen. Mir liegen Informationen vor, daß baldigst Aktionen in dieser Hinsicht gestartet werden sollen."

"Es ..." noch immer zögerte Turan, wieviel von der innenpolitischen Situation er dem DIA-Leiter offenbaren sollte. "...gibt bereits seit einigen Monaten einen besorgniserregenden Anstieg der terroristischen Aktivitäten einer radikalen Gruppe namens Vaharan. Soweit meine Nachforschungen bisher erbracht haben, unterhalten die Vaharan enge Beziehungen zu einer Gruppe innerhalb der Föderation, die sich "Der Orden" nennt......Möglicherweise handelt es sich sogar um ein und dieselbe Organisation."

"In der Tat. Darauf gibt es einige Hinweise."

"Es besteht die Gefahr, daß die Vaharan...oder der Orden....oder beide, wie auch immer.... den Besuch der Gäste von der Saipan ausnutzen könnten....Captain t'Khellian konnte sich wahrlich keinen günstigeren Moment aussuchen, um nach ch'Rihan zu kommen! Ist sie......informiert?"

"Sie dürfte nichts wissen, was über die normale Gerüchteküche ohnehin verbreitet wird. Wie ernst sie die Situation einschätzt, kann ich Ihnen nicht sagen."

"Ich habe spezielle Sicherheitsleute für sie und all ihre Begleiter mobilisiert. Ich brauche Ihnen ja nicht zu sagen, daß es den Vaharan sehr zu passe käme, wenn sie hier einen bedauerlichen Unfall erleidet."
 
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*gelöscht*

Gast
Crossover / Cpt. t'Khellian Log 4



*** An Bord der "ChR Felius" ***

Am nächsten Morgen fanden wir uns zum anberaumten Termin im Raumdock ein. Dort war die "Felius", das Schiff das meine Familie zu senden versprochen hatte, bereits 'vor Anker gegangen'. Es war nicht sonderlich groß, vergleichbar etwa mit der "Columbia". Sein Design erinnerte an die alten Warbirds der 2370er Jahre, doch besaß die "Felius" nur ein einfaches Flügelpaar, an dessen geschwungenen Enden die Warpgondeln saßen. Im 'Kopf' des Raubvogels befand sich das Cockpit, während die Kabinen im flachen 'Bauch' unter den Flügeln untergebracht waren. Jetzt mit ausgefahrenen Landekufen ähnelte das Schiff einer terranischen Möwe, die gerade wasserte. Unterhalb der Flügel glänzte das schwarz-türkise Wappen meiner Familie: ein T'liss-Vogel, der sich mit schlagbereiten Krallen auf seine Beute stürzte.

"Oh...das sieht gefährlich aus..." bemerkte Charlie, auf meine Bemerkung nach oben auf das Wappen blickend. "Ich schätze, ihr wart eine sehr streitbare Familie...."

"Das sind die wir noch." erwiederte ich lachend. " 'Khellian' ist altromulanisch und bedeutet nichts anderes als 'Jäger'. Ein Jäger wie die T'liss es sind: schlau, geduldig, präzise und ihr Nest mit dem Blut verteidigend. Die s'Khellian erhielten das Wappen von Kaiserin T'Rehu, nur einige Jahrzehnte nach der Besiedlung von ch'Rihan."

Der Pilot der "Felius" begrüßte uns mit der deutlich spürbaren Abwägung des jeweiligen Standes: mich mit der entsprechenden Verbeugung, die einer Enkelin des derzeitigen Hausoberhauptes zukam, Admiral DeRaaf mit der höflichen Indifferenz, die man einem Mann zollen mußte, dem man seine wahren Gedanken und Gefühle nicht mitteilen konnte, und Charlie und Joulesh mit einem kurzen Nicken, das im Grunde nur der Tatsache galt, daß sie als MEINE Begleiter hier waren. Ein zunächst sehr freundlicher und warmer Blick, der aber so schnell gefror, daß der Pilot nicht in der Lage war, seine Ansicht ganz zu kaschieren, galt meinem Söhnchen.
Später an Bord, als das Schiff schon abgelegt hatte, sprach Charlie mich darauf an.
" Dieser Rassist! Dem möchte ich mal verklickern, was 'Zivilisation' heisst!"

Ich griff nach seinem Arm, nach Worten suchend. "Charlie......Ja, es hat mich gekränkt. Aber dennoch ..... dennoch solltest du nicht vorschnell urteilen. Dieser Mann ist sehr jung, und vielleicht wird er lernen. Ich habe von Terranern und Föderationsangehörigen schon viel bösere Worte gehört und Übleres erlitten wegen meines Aussehens. Und das waren altgediente, sehr 'weise' und sehr 'zivilisierte' Leute in ihren eigenen Augen, sogar Admiräle waren darunter."

"Ich wollte dir nicht wehtun, Dhael...."

"Das weiß ich. Und ich weiß auch, daß es schwer für meinen Sohn werden wird -- auf beiden Welten, auf Terra und ch'Rihan, weil er die Zeichen seiner Abkunft so deutlich an seinem Körper trägt." Mein Blick glitt auf das Tragkörbchen. "Aber ich will versuchen, ihn in Offenheit für beide Kulturen zu erziehen, so wie meine Eltern es getan haben."

"'Das beste beider Welten'....."

"Ja, wenn du es so nennen willst." Ich öffnete die Tür zu meiner Kabine. Sie war nicht sonderlich groß und nicht eigentlich luxuriös, was Charlie zu Erstaunen veranlaßte.
"Ich dachte, du bist Mitglied eines der ältesten und reichsten Häuser von ch'Rihan?!" fragte er und durchmaß mit wenigen Schritten die funktional gehaltenen Räumlichkeiten.

Ich nickte. "Ja, aber das ist ein Militärschiff, auch wenn es dafür jetzt nicht dient. Doch im Notfall könnte es der kleinen Flotte meines Hauses als Scout zugeordnet werden."


*** Nächster Tag an Bord der "Felius" ***

Die Reise von dem Freihandelsposten bis ins Herz des Reiches dauerte von der Föderationsseite der Neutralen Zone eigentlich nur wenige Stunden, vorausgesetzt, man flog mit der Maximalgeschwindigkeit. Doch die "Felius" war momentan als ziviles Privatschiff eingestuft, was eine erlaubte Höchstgeschwindigkeit von Warp 6,5 bedeutete. Wir würden also erst am 'Abend' die äußeren Verteidigungsperimeter von ch'Rihan erreichen.
Ich lächelte vor mich hin, während ich Hdaen stillte, und dachte an Joulesh und Charlie, die Wetten über die Anzahl der Orbitalgeschütze und sonstigen Verteidigungsplattformen um ch'Rihan abgeschlossen hatten.
Es waren bedeutend mehr und der Defensivgürtel war weiter gespannt, als sie annahmen. Noch genau erinnerte ich mich meines eigenen Erstaunens, als ich nach der Kinderzeit das erste Mal wieder nach Romulus gekommen war, um ein Jahr an der Astrophysikakademie zu studieren. Damals war es mir vorgekommen, als öffne sich die atemberaubende Schönheit des Doppelplanetensystems ähnlich einer Blüte, die sich aus stachelbewehrten Kelchblättern streckt. Und das war über 40 Standartjahre her.......

(Nur kurz, ich weiss, aber noch herrscht das Umzugschaos....*g*)
 
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Crossover / Senatorin Sareth Log 2



*** ch'Rihan, Anwesen der Familie Khellian ***

Sareth erhob sich von ihrem Schreibtisch, von dem aus sie ihrem Haushofmeister soeben die letzten Anweisungen betreffs des Empfangs ihrer Cousine gegeben hatte. Obwohl die Senatorin es ungern zugab: sie war neugierig auf ihre Verwandte gleichen Namens, die ausgerechnet als Offizier in der Föderationsflotte diente. Ein abenteuerliches und faszinierendes und gänzlich anderes Leben, als es ihr selbst als Mendarak tr'Khellians Tochter beschieden gewesen war.
Allerdings fragte sich Senatorin Sareth ebenso wie andere Mitglieder ihrer Familie oder hochrangige Rihannsu, denen die Sache zu Ohren gekommen war, WARUM bei allen Elementen ihre Cousine ein Leben in der Föderation einem Leben auf ch'Rihan vorgezogen hatte. Ein leichter Hauch des Verrates an dem, was ihr und anderen Rihannsu hoch und heilig war, haftete dieser Entscheidung an.......

Sareth schlug die Stola um Kopf und Schultern und strebte der Tür zu, als sich einer ihrer Bediensteten erneut meldete.
"Verzeihen Sie" brachte er ausser Atem vom schnellen Lauf hervor, "ich habe gerade noch eine Nachricht von der Einreisebehörde erhalten. Ihr Schiff mit den ..." er zögerte einen winzigen Moment, "...Gästen aus der Föderation hat pünktlich abgelegt und wird zur erwarteten Zeit am heutigen Abend im Raumhafen eintreffen."

Die Senatorin nickte. "Gut. Ist die Sicherheitsbehörde informiert?" Die Vaharan könnten sich ja keinen besseren Moment und keine bessere Zielscheibe wünschen.......und Senator Kovar auch nicht.....

"Es ist alles gemäß Ihren Anordnungen eingerichtet worden, Lhhei Sareth."

Wieder nickte sie. "Dann gib Tevrik Bescheid, ich will meinen Gleiter in zehn Minuten startbereit haben!"

"Ie, Lhhei." Der Mann entfernte sich. Sareth schritt ihm einige Augenblicke später nach. Während sie die große Freitreppe zum unteren Stockwerk des Hauses hinabstieg, betrachtete sie die Kunstwerke an den Wänden und die dazwischen arrangierten alten Waffen. Was würde sie wohl zu all dem sagen, ihre Cousine, ein Captain der Föderation? Wieviel würde sie überhaupt von ihrer Familie wissen? Ja, würde sie überhaupt die rihannischen Traditionen kennen und beachten? Oder würde sie sich benehmen wie ein er dieser kulturlosen Sseika von Terra, die sie während eines Koloniebesuches bei ihrem Vater kennengelernt hatte? Leute, die laut scherzten und lachten, sich dabei auf die Schenkel schlugen wie von Ale trunkene Sklaven?
Die Trarl hatten besseres Benehmen an den Tag gelegt.......Aber das war auch kein Wunder, entsann sich die Senatorin. Die Gesellschaft der Trarl war auf ähnlichen strikten Ehrprinzipien aufgebaut wie die rihannische, während die Terraner geradezu an einer Krankheit der "Gleichberechtigung" zu leiden schienen. Als ob DARIN das Wesen der Demokratie läge.......


*** Einige Zeit später, Anwesen von Senator Khaiell tr'Drevoux ***

Ihr Gemahl war noch nicht von seinen Geschäften im Senat zurückgekehrt, als Sareth eintraf. Wie gewöhnlich ging sie zunächst ins Büro des Hauses, um die eingetroffenen Nachrichten vom Terminal abzurufen. Sie und Khaiell hatten diesbezüglich keine Geheimnisse voreinander. Jeder kannte die politischen und geschäftlichen Absichten und Pläne des anderen -- es war ein Vertrauen, in der bei ihrer Verehelichung begründeten geistigen Einheit wurzelnd. Das Vertrauen war Teil ihrer beider mnhei'sahe.
Ebenso wie die Tatsache, daß keiner die mit 'persönlich' markierten Nachrichten des anderen las.

Doch diesmal erregte etwas Sareths Aufmerksamkeit und Besorgnis. Eines der Datenpakete war mit einem Sicherheitsprotokoll der Stufe vier -- der höchsten Codierungsstufe -- verschlüsselt. Und unter der Absendermarkierung prangte ein Symbol, das sie sehr gut kannte: das Symbol des TalShiar! Ihre Fingerspitzen berührten den Bildschirm, und für einen Augenblick weilte ihre Erinnerung bei Turan.
Aber Turan war tot.
Genauso wie sein Nachfolger, der von Senator Kovar eingesetzte Tr'Cretak.....

Wer führt eigentlich jetzt den TalShiar? formte sich eine Frage in ihr, der sie aber in diesem Moment keine weitere Beachtung schenkte. Die andere Frage, worum es bei dieser wichtigen Nachricht ging, beanspruchte Sareth ganz. Womöglich hat es etwas mit diesem DeRaaf zu tun...... überlegte sie. Instinktiv ergriff sie Furcht.

Ihre Ahnung festigte sich, als wenig später ihr Gemahl eintrat, seinerseits die eingetroffenen Botschaften las, und sich auf seiner Stirn eine sorgenvolle Falte formte.
 

Rikal

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[Posting für Tarabas]

CR Log 3 | Ens. Tarabas

An alle: Tarabas ist zum Abschuss freigegeben. Alles ist erlaubt, so lange er überlebt.

=/\= Trainingscamp =/\=

Tarabas hatte für sich selbst beschlossen, seine Gedanken und Gefühle in nächster Zeit gut für sich zu behalten, sie tief hinter einer Maske des Desinteresses zu verbergen, wenn dem auch noch so schwer war. Sicher, es missfiel ihm, wie hier mit den "Sportlern" umgesprungen wurde, aber was konnte er alleine denn schon ausrichten? So gut es irgends möglich war, versuchte er seine Umgebung sowie das Verhalten und die Gewohnheiten der Wachen zu studieren. Vieles war es jedoch nicht, dass ihm zuteil wurde. Jeder Tag glich dem vorhergehenden - in der Dunkelheit aufstehen, erstes Training, eine spärliche Mahlzeit, nächstes Training, kurze Pause und Mahlzeit, wieder Training und bei Einbruch der Dunkelheit Schlafenszeit. Alles in allem also keine wirklich abwechslungsreiche Zeit. Das einzige was sich gelegentlich veränderte waren die Anzahl und Härte der Schläge, die hier jedem zuteil wurden.

In Tarabas kochte die Wut immer höher. Wieder einmal mussten er und seine Leidensgenossen durch die Mittagsglut mit schweren Gewichten beladen im Laufschritt Runde um Runde auf dem Trainingsgelände drehen. Fiel einer zu Boden, so wurde er mit Schlägen animiert, die Übungen umgehend wieder aufzunehmen. Noch hielt der junge Mediziner den Torturen hier stand. Doch für wie lange noch? Wie lange würde es ihm noch gelingen würde, mit Hilfe einiger alter mentaler Übungen die gröbsten Schmerzen zu unterdrücken.

Stechender Schmerz durchzuckte seinen gepeinigten Körper. Kaum hatte Tarabas einen Augenblick nicht gespurt, verspürte er nun zum Dank das gehärte Leder auf seinem nackten Oberkörper. Doch entgegen der ersten Tagen war nun kein Gelächter oder verschämtes Kichern mehr zu hören. Sie alle hatten dafür bereits zu oft Bekanntschaft mit diesen altmodischen Folterinstrumenten gemacht.
Langsam rappelte sich Tarabas wieder auf. Zu langsam, erneut traf ihn ein harter Schlag, der ihn taumeln lies. "Du fauler Hund eines Bastards, dich werde ich schon noch gehorsam lehren." Entgeistert blickte der junge Mann dem Romulaner hinter her, der ihn wutschnaubend verließ. Der Mediziner hoffte inbrünstig, dass er nicht mit noch weiteren Foltermethoden zurückkehren würde.

Doch das was sich dieser "Sklaventreiber" erdachte war noch weitaus schlimmer, wie Tarabas in der folgenden Nacht erfahren sollte.

-tbc-

NRPG: Was soll ich sagen... dies war die Pflicht.
 

Rikal

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CR Log 4 | Ens. Tarabas | "Schatten der Reinheit"

(Posting für Tarabas)

=/\= außerhalb des Lagers =/\=

Tief vermummt schlich, durch des Nachtes dunkle Schatten eine düstre Gestalt ohne Gesicht und ohne Namen. "Schatten der Reinheit" wie sich dieses männliche Wesen selbst kannte lebte nur für einen Zweck - die Reinigung seines Volkes und dazu schreckte er vor nichts zurück. Wie ihm mitgeteilt worden war, würde in einigen Stunden ein bisher unbekanntes Mitglied des Hauses t'Khellian hier aufkreuzen, eine Rihannsu, die bereits mit ihrer bloßen Existenz viel Schande über Haus gebracht hatte und eine noch viel größere Schande mit sich führte. Ja.. sie war eines der Ziele "des Ordens" und der beste Weg jedweden Verdacht vom reinen rihannischen Volke abzuwenden war ihre eigene Crew spezieller einer ihrer berüchtigten Mediziner, der es des öfteren mit den Vorschriften nicht so genau nah. Der Schatten lachte lautlos in der Nacht. Er liebte den süßen Geschmack der Geschmack.

Unbemerkt war er in die übelriechenden Unterkünfte der neuen Kämpfer eingedrungen und suchte sich seinen Weg zu seinem neusten Opfer. Gelegentlich brachte es einem auch gewisse Vorteile, mit dem Tal Shiar in neutralen Beziehungen zu stehen, wie sein Vorgesetzter es so gerne auszudrücken pflegte. Schließlich fand er Tarabas - nichts weiter als ein Häufchen Elend, kurz davor als gebrochener Geist sein Dasein zu fristen. Insgeheim bewunderte er sogar den jungen Mann, der es solange geschafft hatte, der "Umprogrammierung" zu widerstehen. Nur zu schade, dass er nicht mehr all zu lange Leben würde, von dieser ruhmreichen Tat berichten zu können.

Unsanft rammte der dunkle Schatten dem Mediziner ein Knie in die Magengrube, während er ihm den Mund zuhielt. Tarabas war schlagartig hellwach, krümmte sich so gut es in diesem festen Griff möglich war vor Schmerzen. "Heute ist dein Glückstag, du Sohn einer Natter". Mein Gebieter meint es besonders gut mit dir, und hat, da du ein wirklich guter Kämpfer bist, einen Auftrag der ganz besonderen Art für dich. Und nun komm endlich, du fauler Hund, wir haben nicht viel Zeit. Gewaltsam wurde Tarabas hochgerissen und durch die nächstbeste Öffnung hinaus befördert. Verwirrt landete er mitten im Dreck, blickte sich ängstlich um. "Los, hoch mit dir und etwas Tempo, wenn ich bitten darf." Erneut wurde der Mediziner getreten. "Was habt ihr mit mir vor?" Schweig endlich" "Wer seid ihr?" "Halts Maul!" "Wohin bringt ihr mich?" "Jetzt hör mir mal gut zu Kleiner, wenn du den morgigen Tag noch erleben willst, solltest du dich ganz schnell zum Schweigen entschließen, denn dann, aber auch nur dann, werden wir zwei miteinander gut auskommen. Und nun lauf endlich, Bastard!"

Tarabas war alles andere als erfreut über diese Gesellschaft. Gegen diesen "Schatten" wirkte das Trainingslager wie das reinste Ferienparadies, wenn dies wohl auch ein wenig übertrieben war. Traurig dachte er an den Dschungelplaneten zurück, von dem noch vor kurzer Zeit geglaubt, dass sein Leid nicht größer hätte sein können. Aber anscheinend war es im Moment wohl der Irrtum, der sich zu seinem ständigen Begleiter entwickelte.


Tbc...

Ensign Tarabas
Medical Assistant USS Saipan
 

Rikal

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(Khaiell)

=/\= ch’Rihan, Stammsitz des Hauses s’Drevoux =/\=

Bereits seit einigen Tagen wurde das Anwesen des Hauses auf die Ankunft des erwarteten Besuches vorbereitet. In den Parkanlagen wuselten die Gärtner umher und richteten Blumenbeete neu her, beschnitten Büsche und Bäume, und brachten sie so in eine neue Form. Das Haus selbst wurde geputzt und gebohnert, Blumengebinde platziert und der Festtagsschmuck angebracht. Die im System anwesenden Angehörigen des Hauses hatten sich hier versammelt um den Besuch der Herrin des Hauses gebührten zu Empfangen.
In wenigen Siuren würde der Besuch ankommen und um den Landeplatz hatten sich alle Würdenträger des Hauses gekleidet in ihren Festroben halbkreisförmig versammelt. Khaiell, der im Zentrum des Halbkreises stand, konnte bereits am Horizont dass Shuttle erkennen, dass er zum Raumhafen geschickt hatte um den Besuch abzuholen.
Es hatte ihn nicht überrascht, dass Sareth ihre Cousine persönlich in Empfang nehmen wollte. Blieb nur zu hoffen, dass die Ankömmlinge ihre vier Begleiter, die alle dem hausinternen Sicherheitsdienst angehörten, nicht negativ auffielen. Der erfahrene Politiker hatte die Erfahrung gemacht, dass die Anwesenheit von Sicherheitspersonal falsch verstanden werden konnte. Schnell konnte der Eindruck entstehen, dass sie nicht zu ihrem Schutz anwesend waren sondern zu ihrer Bewachung. So war es auch von Vorteil, dass Sareth ihre gleichnamige Cousine abholte, denn bei dieser Gelegenheit konnte seine Gemahlin ihren Besuch über die Probleme mit den Vaharan aufklären, und das sie potentielle Ziele waren. Schließlich verkörperte Sareth t’Khelian alles was die Vaharan verabscheuten und aus dem Reich beseitigen wollten.
Zu seiner Beruhigung hatte es keine Probleme am Raumhafen gegeben, denn niemand hatte sich bei ihm gemeldet. Langsam senkte sich das Shuttle auf den stählernen Landeplatz, eine kleine Staubwolke wirbelte auf, dann deaktivierte der Pilot das Triebwerk und das seitliche Schott öffnete sich. Zuerst verlies Sareth, seine Gemahlin, das Shuttle. Unmittelbar danach folgte ihre Cousine, sie war etwas kleiner als seine Ehefrau und trug eine klassische, elegante Robe. Dennoch nicht unattraktiv. Auf die beiden Frauen folgte ein Mensch. Dank der Vorbereitung seines Beraters wußte er, dass es sich bei diesem Mann um Charlie McGregor handelte, den Geliebten der Cousine seiner Frau. Als nächstes verließ ein Vorta das Shuttle, dieser trug einen Tragekorb, in welchem sich der Sohn seines Besuches befand. Offensichtlich schlief das Kind, denn es gab keinen Laut von sich. Bei diesem Vorta handelte es sich, sofern ihn sein Gedächnis nicht täuschte um Joulesh, den Chefarzt der USS Saipan. Der letzte der das Shuttle verlies war Admiral Felix DeRaaf, einen Mann, den ihn niemand vorstellen mußte. Der Chef der DIA in seinem Heim. Khaiell war sich nicht sicher, ob er sich darüber freuen sollte oder nicht.
Lächelnd trat seine Gemahlin auf ihn zu, gefolgt von ihren Besuchern. In den Augenwinkeln sah der Hausherr, wie die Bediensten bereits begannen dass Shuttle zu entladen. Natürlich über das andere Schott, damit sie die Begrüßung nicht stören konnten.
Einen halben Meter vor Khaiell blieb Sareth stehen und deutete auf ihre Cousine.
„Khaiell, dies ist meine Cousine, Sareth t´Khellian. Sareth“, nun deutete sie auf ihn, „das ist mein Gemahl, Khaiell tr’Drevoux, Senator im oberen Senat und Oberhaupt des Hauses s’Drevoux.“
Als Gast mußte Sareth sich der Tradition folgend vor ihm zuerst verbeugen. Dieser Tradition kam sie in angemessener Weise nach und verbeugte sich tief. Kaum hatte sein Gast sich wieder aufgerichtet hatte erwiderte Khaiell die Höflichkeitsgeste, nur nicht ganz so tief.
Nun stellte Sareth die restlichen Besucher vor, die alle der Tradition gemäß sich vor Khaiell verbeugten. Seine Erwiderung erfolgte allerdings nicht mehr so tief wie bei Sareth, es waren schließlich keine Rihannsu. Nur bei Admiral deRaaf verneigte sich Kaihell wieder etwas tiefer. Nun war es an ihm die anderen Mitglieder seines Hauses vorzustellen. Erst danach machten sie sich auf den Weg zum Haupthaus. Dort wartete bereits das Essen auf sie.

-tbc-
 

Rikal

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CR Log 5 | Ens. Tarabas / "Schatten der Reinheit"

In finsterer Nacht wanderte Tarabas einher, dahin getrieben von dem bösen dunklen Schatten, der nur darauf zu warten schien, ihm Leid zu bereiten. Der junge Mediziner quälte sich sichtlich erschöpft stolpernd vorwärts, unter größter Anstrengung darauf bedacht, nicht den Zorn seines Wächters auf sich zu ziehen, doch schien dies ein hoffnungsloses Unterfangen zu sein. "Jetzt beweg dich endlich schneller, du Hund, der Weg ist noch weit und die Zeit der Vorbereitung muss auch bedacht sein, damit unsere Mission gelingen wird." Tarabas reichte es. Zorn kochte in ihm hoch, seine Geduld war nun endgültig erschöpft. Der junge Mann drohte zu explodieren wie ein Vulkan. Mit funkelnden Augen drehte er sich zum Sklaventreiber um. Noch war seine Stimme beherrscht, aber der Ärger, der schneidend scharf hervor trat, war nicht zu überhören. Er schrie nicht, vielmehr flüsterte er ihm zu, er solle endlich zur Vernunft kommen, bevor er es noch bereuen würde. Laut lachte der Schatten spöttisch auf. "Du bist wirklich zum Komiker geboren Kleiner, nur zu schade, dass dies nicht deine Berufung ist. Und nun sag ich es dir das allerletzte Mal, bevor DU mich richtig kennen lernen wirst: Du bist nichts weiter als ein Sklave, weit weniger Wert als der Dreck unter meinen Nägeln und jetzt setzt dich endlich wieder in Bewegung, du Sohn einer Natter." Dies war zu viel des Guten für den kleinen irren Mediziner, der doch nur seinem alten Glauben und seinen friedlichen Forschungen nachgehen wollte. Wutentbrannt - entgegen seiner Bewegungseinschränkung - trat er seinem Peiniger dorthin, wo er die besonders empfindliche Stelle vermutete, und versuchte dann Land zu gewinnen. Aber der Typ schien zu mächtiger und zäher zu sein, als er angenommen hatte. Obwohl er vor Schmerzen gekrümmt in sich zusammen gesackt war, schaffte er es wohl noch, seine Waffe, die offensichtlich gut verborgen war, zu ziehen und auf den Mediziner zu schießen. Es war wie ein Dolchstoß, der stechende Schmerz zog sich unter einem lauten Aufschrei durch seinen Körper, bevor Tarabas reglos im feuchten Gras liegen blieb.

"Tja Kleiner, war wohl doch ein Fehler. Langsam solltest du übermütiger Bengel begreifen was Vernunft und Respekt bedeuten, bevor du dich noch in größere Schwierigkeiten als bisher bringst", meinte er mehr zu sich selbst, als zu irgend jemand anderes. Zumindest war dies die Gelegenheit für Arfeh, ihn unbemerkt ins Lager schaffen zu lassen, wo ihm nur kurze Zeit zur Regeneration blieben.

--- einige Zeit später | im Lager des Ordens ---

Tarabas wurde gewaltsam mit kaltem Wasser geweckt. Er hustete übel, bevor er brutal hochgerissen und gegen eine naheliegende Wand gepresst wurde. Die Stimmen um ihn herum verstand er nicht, war vermutlich auch romulanisch. "So so.... du bist also der Auserwählte, der unser Volk zu neuen Ehren und zu seiner ursprünglichen Reinheit zurückbringen soll? *kritisch schau* Nun ja... nach viel siehst du ja nicht gerade aus, aber wenn Arfeh dich auserwählt hat, wird es wohl so sein. Und nun komm mit, du hast noch genau eine Stunde Zeit um dich auf deine Mission vorzubereiten." Tarabas blickte den hageren Romulaner an, der ihn so eben angesprochen hatte. Mission? Wovon zum Teufel redete der Kerl überhaupt?!?

Zwei Romulaner packten ihn und führten ihn in einen hellerleuchteten Nebenraum und banden Tarabas auf dem einzigen Möbelstück in diesem Raume - einem Stuhl fest und verkabelten ihn mit diversen Geräten. Der Mediziner wusste nicht wie ihm geschah, war nicht fähig sich zu wehren. Bedauerlich, bedachte man dies, was nun folgen würde.

--- eine Stunde später ---

Tarabas glaubte sein Schädel wolle zerspringen und dennoch fühlte er sich seltsam gut. Es war ein Gefühl des Schwebens und des endlosen Glückes. Was ihn aber wunderte waren die doch recht gewöhnungsbedürftigen Informationen die seinen Geist zu beherrschen schienen. "Na komm schon Doc, deine Zeit ist nun gekommen." Willenlos verfolgte er dem Romulaner, bereit alles zu tun, was er verlangte.

Gemeinsam mit zwei weiteren Personen, die ihm unbekannten Rassen angehörten, wurde er irgendwo in der Wildnis abgesetzt, mit der Order ein in Kürze eintreffendes Shuttle vom Himmel zu holen. Eigentlich nichts leichter als das, betrachtete man das Waffenarsenal, dass diese drei Herren mit sich führten. Nur wie so oft im Leben so kam es auch dieses mal anders als sie dachten. Das Shuttle kam, die Männer zielten und............. schossen glanzvoll daneben. Erneut zielten sie, noch reichte ihre Energie für drei weitere Schuss. Tarabas wollte eigentlich schon verschwinden, blieb dann aber doch um nicht gänzlich als Feigling und Versager zu gelten. Seine Begleiter waren der Ansicht, dass, wenn sie schon nicht das Shuttle zerstörten, zumindest möglichst viel Schaden und so zielten sie, kurz nach dem das Shuttle gelandet war, auf das Anwesen. Es waren mehrere Detonationen zu vernehmen, doch ob und wenn ja welcher Schaden entstanden war, vermochte niemand zu sagen. Außerdem packte sie alle mit einem Schlage die Angst - sie rafften ihre Ausrüstung zusammen und suchten das Weite, auch wenn sie vermutlich dem sicheren Tode entgegen eilten.

-tbc-
 
G

*gelöscht*

Gast
Turan Log 5 SZ 2415,30.05.


*** ch'Rihan, Zentrale des TalShiar ***

Turan tr'Kaleh starrte mit brennenden Augen auf die Nachricht, die soeben auf seinen Bildschirm eingespielt wurde. Es war eine entsetzliche Nachricht, obwohl er genauestens gewußt hatte, DAS und WANN sie kommen musste. Aber vielleicht war sie gerade deshalb so entsetzlich........Er spielte mit dem Feuer; um die Flammen zu bekämpfen hatte er neue entfacht......
Als er zu Ende gelesen hatte, gestattete er sich einen Moment der Entspannung, den ersten seit beinahe zwei Tagen, seit er auf dem Handelsposten die Ankunft der Besucher aus der Föderation beobachtet hatte und -- seit er vom Plan der Vaharan erfahren hatte, 'einzuschreiten'.

Auf Kimaran, einer abgelegenen Kolonie, war einem seiner Agenten ein 'fetter Fisch ins Netz gegangen', wie der gute Admiral DeRaaf wohl bei dieser Gelegenheit bemerkt hätte: ein Funktionär des mysteriösen Ordens, der auf dem Rückweg von Unbekannt nach ch'Rihan gewesen war. Es war der erste Griff dieser Art überhaupt, und der TalShiar war demzufolge nicht gerade behutsam mit seinem Opfer umgegangen.
Daran denkend bedauerte Turan erneut, daß nicht er selbst die Befragung hatte durchführen können. Vielleicht hätte er noch etwas über diesen fingierten Konflikt in Erfahrung bringen können, in den jene verbrecherische Organisation die Föderation und das Reich offenbar stürzen wollte -- wenn sie nicht ihre Pläne in dieser Beziehung geändert hatten, nachdem Teile des Plans ruchbar geworden waren.
Turan ballte unbewusst die rechte Hand zur Faust. Leute wie die Vaharan und der Orden verdienten keine Rücksicht und kein Mitleid. Sie waren eine giftige verderbenbringende Pest, die ausgerottet werden musste!

Der Vize-Direktor des TalShiar erhob sich, trat an seine verspiegelten Fenster aus speziellem Sicherheitsgeprüften Kristallglas und blickte auf den unter ihm liegenden Stadtbezirk hinab. Der Hauch eines Lächelns formte sich auf seinem harten Gesicht. Es galt seinem unsichtbaren Gegner auf der Seite des Ordens. Vielleicht bist du nicht so schlau, wie du glaubst, mein Freund.........Du hattest meinen Vorgänger bestochen, um ihn ruhig zu halten, und dieser Narr ließ sich an der Nase herumführen.....Aber ICH bin nicht Tr'Cretak! ...... Du hast diesen Föderationsarzt namens Tarabas angeworben, um ihn zu deiner Waffe zu machen, aber ICH habe die Waffen gehabt, diese Waffe zu neutralisieren........Du solltest auf der Hut sein, Unbekannter......."
Er schritt wieder zurück zu seinem Schreibtisch und las noch einmal die Nachricht, die ihn erfreute und zugleich schauderte.

Ein Terroranschlag, zu dem sich die Vaharan bekannt hatten, war auf das Anwesen der Familie Drevoux geführt worden. Laut offiziellen Meldungen war das Ziel sehr wahrscheinlich die eingetroffenen Gäste aus der Föderation gewesen. Glücklicherweise war niemand zu Schaden gekommen, und die materiellen Schäden erstreckten sich nur auf die Wirtschaftsgebäude im Südtrackt. '....Ein geradezu stümperhafter Akt seitens der Vaharan....' lautete der Kommentar eines Nachrichtensprechers. Und gleich im Anschluss mutmaßte er, daß die Terrororganisation offenbar ihre letzten Kräfte mobilisierte und es wohl nur noch eine Frage der Zeit sein könne, bis die Regierung sie zerschlagen habe......

Eine Frage der Zeit, bis sie zerschlagen ist.......oh ja......... Turan deaktivierte den Bildschirm und öffnete eine Sprachverbindung in das Zimmer seines Mitarbeiters: "Sind sie schon zurück?"

+ Ie. Sie passieren soeben die zweite Sicherheitskontrolle, Rekkhai.+

"Gut. Sie sollen mir sofort Bericht erstatten! -- Gibt es eine schon eine Meldung von der Einsatzgruppe, die diesen Tarabas beschattet?"

Eine kurze Pause -- der Mitarbeiter prüfte die letzten eingegangenen Daten. + Negativ, Rekkhai. Tarabas trennte sich Standartzeit 8.50 von seinen Begleitern und ist seither in der Nähe des Anwesens s'Drevoux unterwegs. +

"Konstante Subjektüberwachung aufrechterhalten! Schicken sie noch ein paar Leute aus der Abwehrabteilung. Eingriffsbefugnis Alpha!"

+ Zu Befehl. +

Turan schloß die Verbindung. Einen Augenblick später traten vier Rihannsu in sein Büro und entledigten sich der Kapuzenumhänge, die sie getragen hatten. Die Männer, die Tarabas bei der Iniziierung seines Terroraktes begleitet hatten, die Männer, die ein Journalist als 'miserable Schützen' und 'letztes Aufgebot' qualifiziert hatte.....Ausgebildete Scharfschützen alle vier.......
Turan lächelte. Sei auf der Hut, Unbekannter.....

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Turan tr'Kaleh,
Kre'enriov des TalShiar


(Morgen folgt ein Log für Captain Sareth. Charlie schreibt am Sonntag.)
 
T

Tarek Tahlev

Gast
=A= Irgendwo auf ch'Rihan =A=

Er hatte es gewusst das sie Ihn wegen seiner Vergangenheit bald verhaften würden und trotzdem kehrte er nach ch'Rihan zurück. Immerhin fing damals alles in dieser verdammten Ecke des Rihannschen Imperiums an.
Nur verstehen konnte er es nicht. Seit dem "Unfall" wie es der Öffentlichkeit preisgegeben wurde war für Ihn nichts mehr wie es einmal war. Aus einem Jäger wurde ein Gejagter. Früher war er eine Art Kopfgeldjäger und nun saß man ihm im Nacken. Die Justiz würde sich freuen ihn endlich vor den Richter ziehen zu können. Was konnte er dafür, dass sich plötzlich der Plan seines letzten Opfers in letzter Minute änderte und anstatt dem Opfer das Quartier plötzlich von hochrangigen Adligen und deren Familien fast schon aus den Nähten zu platzen drohte ? Platzen war wohl der richtige Ausdruck denn als die Bombe, die für einen Spitzel des SIA bestimmt war, der Hass auf die Sternenflotte loderte in ihm wieder auf, explodierte blieb von den ungewollten Opfern kaum mehr etwas übrig was eine Identifizierung ermöglichte. Er hatte bis zu diesem Zeitpunkt stets mit Präzison gearbeitet und war nie auf den Gedanken gekommen das ihn irgendwann ein Informant verraten könnte. Bei diesem Fall lief es aber anders und plötzlich war sein einstiges Ansehen mit einem Schlag ausgelöscht.
Er saß in einem dunklen Zimmer als die Tür aufsprang und uniformierte in sein Zimmer strömten und die Waffen auf ihn richteten. "Ich habe sie früher erwartet," warf er dem erstbesten entgegen und erntete dafür einen Schlag der ihm das Bewusstsein nahm...
Als er kurze oder lange Zeit später in einer dunklen Zelle wieder aufwachte, schloß er bereits mit seinem Leben ab der Gedanke allerdings an die Rache an seinen Peinigern und an allem "Gutem" in diesem Universum brachte sein Blut zum kochen und das Gefühl gab ihm neue Kraft und neuen Lebensmut. Wenn sie ihn schon töten wollten (eine Hinrichtung, nichts anderes erwartete er) dann würde er nicht der einzige sein, der die ewige Reise antreten würde. Und auf seinem Gesicht erschien wieder sein markantes kaltes Lächeln, welches seine Opfer immer erst im letzten Moment sahen und seine ganze Bosartigkeit erfüllte die enge Zelle...
 

Kovar

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`\/´ Anwesen des Hauses s’Drevoux, Quartier von Captain Sareth t’Khellian


Eisn war bereits hinter dem Horizont verschwunden und die Nacht war angebrochen. Die Sklavin Irhaih t’Vhientrah schlich auf völlig ungewohnte Weise durch das Anwesen, welches ihr seit einigen Jahren vertraut war. Ihr Herz pochte ihr bis zum Hals und das nicht ohne Grund, wie sie sich ehrlich selbst eingestand. Wenn man sie bei dem, was sie vorhatte, erwischte, war ihr der Tod gewiss.
Alter Zorn flackerte wieder in ihr auf, als sie an die Ursache dieser Aktion dachte. Irhaih war früher Sklavin eines anderen Hauses gewesen, des Hauses s’Hrfolh. Dort war sie groß geworden und relativ glücklich gewesen, so glücklich eine Sklavin eben sein konnte. Doch das Auftauchen eines jungen Rihanha hatte ihr den Kopf verdreht. Er war Gast von tr’Hrfolh gewesen. Später hatte sie erfahren, dass er Llaugh im Haus s’Drevoux war. Auch erfuhr sie, dass auch er ihre Gegenwart während seines Besuches bei tr’Hrfolh genossen hatte, denn er flüsterte es ihr mehr als einmal zärtlich in ihr Ohr. Schließlich arrangierte dieser Llaugh den Verkauf Irhaihs von s’Hrfolh an s’Drevoux, um sie für immer bei sich zu haben. Er versprach ihr die Freiheit und ein gemeinsames Leben … bis er eine andere Sklavin kennen lernte und ihr dasselbe versprach. Irhaihs Wut schlug in Hass und schließlich in Resignation um, als sie merkte, dass eine betrogene Sklavin keine Möglichkeit hatte, sich zu rächen. Bis schließlich ein fremder Mann eines Tages während ihres wöchentlichen Einkaufs an sie herantrat und ihr eine große Summe Geld für eine Aktion bot, die s’Drevoux (und damit auch dessen verhassten Llaugh) großen Schaden zufügen konnte…
Irhaih kam schließlich in den Gästeflügel, wo Captain t’Khellian und ihre Begleiter untergebracht waren. Sie öffnete leise die Tür zum Schlafgemach der Captain und horchte. Doch bis auf leise, regelmäßige Atemgeräusche der Halbrihanha hörte sie nichts. Lautlos seufzend glitt sie in den Wohnraum und zog einen kleinen, hölzernen Zylinder aus ihrem Gewand. Mit großer Sorgfalt deponierte sie ihn unauffällig in einer Ecke des Raumes und öffnete den Verschluss des Behälters, ohne jedoch die Klappe zurück zu schlagen. Danach eilte sie mit leicht ängstlichem Blick aus dem Raum und hoffte, dass man sie nicht erwischen würde.

Die Tür schloss sich hinter ihr und für einen Moment war es ganz still. Dann jedoch war ein leises Summen zu vernehmen, welches aus dem Behälter zu kommen schien. Das Summen nahm eine höhere Frequenz an und plötzlich klappte der Deckel an der Oberseite des Zylinders auf. Ein violettes Nei’rrh-Weibchen, gerade mal fünf Zentimeter groß, schoss aus dem Behälter und blieb summend in der Luft stehen. Die winzigen Flügel schlugen so schnell, dass man sie kaum sehen konnte, während sich das Tier seine neue Umgebung anschaute. Sie war von ihren Eiern getrennt worden und daher zornig und aggressiv. Ihr Kopf ruckte Richtung Schlafraum, wo sie die leisen Atemgeräusche von Sareth und noch einer Person vernahm. Blitzschnell, wie eine Pfeilspitze, schoss das Nei’rrh-Weibchen in den Schlafraum. Dort erblickte sie Sareth, die unruhig zu schlafen schien, denn sie wälzte sich hin und her. Der kleine Vogel öffnete kurz seinen Schnabel und sein Giftdorn am Oberkiefer war kurz sichtbar. Gerade wollte das Weibchen auf Sareth zufliegen, als ein neues Geräusch im Schlafzimmer zu hören war. Ein zweites Atemgeräusch! Es kam von einer kleinen Wiege neben dem Bett. Das Nei’rrh-Weibchen drehte in der Luft ab und flog auf die Wiege zu, wo sie Sareths kleinen Jungen sah, der erstaunlicherweise wach zu sein schien. Er lächelte den hübschen Vogel an, dessen Aggression nicht erkennend, als er mit geöffnetem Schnabel und entblößtem Giftdorn auf das Baby zuflog…


`\/´ Anwesen des Hauses s’Strobar


Kovar saß diesen Abend alleine vor dem Kamin, sich still über seine neuesten Schachzüge freuend. Sein geliebter Pensho lag neben seinem Sessel und Kovars Hand kraulte ihn verträumt. Captain t’Khellian würde sicherlich nicht mehr lange Leben. Ihr Tod würde die Spannungen zwischen Reich und Föderation weiter erhöhen und im Senat den Konservativen in die Hände spielen. Zusammen mit Kovars zweitem Schachzug würde das dem Haus s’Strobar mehr Macht einbringen, als es je gehabt hatte.
Sein zweiter Schachzug - der von ihm manipulierte Trarl-Stratege Goran Husbak, welcher an der Übermorgen stattfindenden Zeremonie teilnehmen würde, war der Schlüssel dazu. Auch die Gäste aus der Föderation waren dazu eingeladen, doch Kovar bezweifelte, ob einige von ihnen dann noch in der Lage dazu waren, daran teilzunehmen.


`\/´ Irgendwo in den Gassen von Ra’tleihfi


Am nächsten Morgen wurde die Leiche einer jungen Rihanha gefunden. Die Ermittlungen der Polizei ergaben, dass es sich um Irhaih t’Vietrah, eine Sklavin aus dem haus s’Drevoux handelte. Irgendwelche Zusammenhänge mit den nächtlichen Ereignissen auf dem Anwesen s’Drevoux wurden nicht gänzlich ausgeschlossen.

`\/´ Senatsgebäude, Büro von Senator tr’Strobar


Pailus, ewig loyaler Privatsekretär von Kovar, betrat das Büro. „Guten Morgen, Rekkhai. Ich hoffe, sie hatten eine angenehme Nacht.“
Kovars Augen blitzten kurz spöttisch auf. „Ie, die hatte ich. Bestimmt im Gegensatz zu einigen anderen auf ch’Rihan. Gibt es schon Meldungen über s’Drevoux?“
„Nein, Rekkhai. Bei s’Drevoux und dem Thema "letzte Nacht" hält man sich bisher bedeckt.“
„Merkwürdig. Wenn Sareth, ein Captain der Föderation, tot wäre, so hätte man das doch bestimmt an die große Glocke gehängt…“
„Vielleicht hat man Angst vor der Reaktion der Föderation?“
„Möglich, aber nicht wahrscheinlich.“ Erst jetzt bemerkte Kovar, dass Pailus ein PADD in der Hand hielt. „Gibt es noch etwas?“
„Ie, Rekkhai. Ich habe einen Tip von einem uns ergebenen Richter erhalten.“ Er reichte dem Senator das PADD. Dieser las es und wölbte die Augenbrauen. Tarek Tahlev … er scheint über gute bis exzellente Fähigkeiten zu verfügen. Aber ihn erwartet die Todesstrafe.“ Kovar dachte kurz nach. Seit geraumer Zeit war er auf der Suche nach einem fähigen Rianov für sein Haus. Die bevorstehenden Ereignisse machten einen solchen einfach unabkömmlich. Er traf eine Entscheidung. „Teilen sie unserem Freund bei der Justiz mit, dass ich seine Schuld als getilgt ansehe. Er soll die Anklage fallen lassen und die Akte vernichten. Bringen sie diesen Tarek Tahlev zu mir.“
Pailus verbeugte sich. „Ie, Rekkhai.“




[NRPG: Wenn Du willst, kannst Du unsere erste Begegnung schreiben, Tarek. :) ]
 
C

Charlie McGregor

Gast
CR-LOG 2 CSO-Saipan 2415.01.06.

Das fing ja gut an! Kaum setzte ich meinen Fuß auf diesen seltsamen Planeten, als schon jemand, wenn auch recht dilletantisch, versuchte, mir an meinen Skalp zu gehen. Etwas, wogegen ich in jeder Hinsicht allergisch war.
Schließlich hatte ich vor, meinen roten Schopf noch eine Weile durch dieses Universum zu tragen.
Außerdem konnte ich mir wirklich nicht vorstellen, wer ein gesteigertes Interesse daran haben konnte, uns aus dem Wege zu räumen. Und das schon, bevor wir überhaupt jemandem begegnet waren.

Ich konnte mir zwar vorstellen, daß unser guter Admiral DeRaaf etwas mehr wissen müßte, aber selbiger hüllte sich in beredtes Schweigen. Allerdings verriet dieses mehr, als viele Worte es gekonnt hätten.
Also schien es jemanden, (oder sollte es gar eine ganze Organisation sein?) zu geben, der in nicht geringem Maße etwas dagegen hatte, daß es zu Kontakten zwischen uns und den Einheimischen kam. Aus welchen Gründen auch immer!
Allerdings konnte ich mir nicht vorstellen, daß, wenn man mal von DeRaaf absah, irgendeiner von uns derart wichtig sein konnte, einen riesigen Knaatsch mit der Föderation heraufzubeschwören.
Und doch schien und mußte es so sein!

Ich beschloß, von nun an mit etwas offeneren Augen durch diese Landschaft zu laufen. Vor allem mit Rücksicht auf Sareth und den Kleinen! Denen durfte ja nun auf gar keinen Fall etwas passieren.

Aus einem kleinen Köfferchen, das ich mitführte, weil es so allerlei Dinge enthielt, die man als Wissenschaftler nun mal so brauchte, entnahm ich ein winziges Gerät. Ein Wunder der Miniatusrisierung. Es war eine Art Warner. Er scannte seine Umgebung auf Dinge, die in seinem Sicherheitsprogramm nicht vermerkt waren. Fremde Wesen, Geräusche oder Chemikalien etc.
Dann entnahm ich diesem Köfferchen, das, Allah sei Dank, als Diplomaten-Gepäck durchgegangen war, noch ein kleines Gegenstück, das ich bei mir am Leibe trug.
Außerdem war den Kontrollen am Raumhafen ein etwa 60 cm langes Zeremonial-Schwert entgangen, das zur Uniform eines echten Schotten gehörte, wenn er bei Feierlichkeiten einen Kilt (Schottenrock) trug. Außerdem noch ein winziges, etwa 20 cm langes, Strumpfmesser, das man an der Innenseite der rechten Wade im Strumpf trug, wenn man in Friedenszeiten war, an der Außenseite, wenn es in den Kampf ging.
Da beide Waffen Zeremonien-Dolche waren und sich in meinem traditionellen Gewand-Behälter befanden, waren sie wohl durchgegangen bei den Kontrollen, obwohl diese eigentlich doch recht scharf ausgefallen waren. Und das war auch gut so, denn irgendwie fand ich es nicht so wirklich berauschend, einem potentiellen Attentäter so ganz mit bloßen Händen entgegentreten zu müssen. Allerding würden diese archaischen Waffen wohl kaum Schutz bieten gegen irgendwelche High-Tech-Teile, die man ja wohl auch in dieser Welt kannte. Denn so wirklich schien man auch auf diesem Planeten nicht mehr in der Steinzeit zu leben.

In einem unbeobachteten Moment, was ziemlich schwierig war, da immer irgendeiner der zahlreichen Sklaven in der Nähe war, verdrückte ich mich in die Kemenate, die man Sareth und ihrem Kind zugewiesen hatte, und legte den Sensor unter das Bettchen des Kleinen. Ich aktivierte das Teil und verschwand, wobei ich fast einer großgewachsenen Sklavin in die Arme gelaufen wäre.
Ich hätte ja gerne bei Sareth selbst übernachtet, aber die puritanischen Sitten auf diesem Globus sahen es gar nicht gerne, wenn jemand mit einer Dame zusammenschlief, mit der man erstens nicht verheiratet war, und die obendrein auch noch aus einem der vornehmsten Häuser stammte.
Männo, Leute! In welchen Zeiten lebten wir eigentlich? Schrieben wir nicht gerade das 25.Jahrhundert? Überhaupt erschien mir hier vieles eher im finstersten Mittelalter angesiedelt zu sein, als in der Gegenwart! Vor allem die weite Verbreitung der Sklaverei war ja wohl ein Anachronismus hoch zehn! Man sollte endlich eine galaktische Konvention ausarbeiten, in der der Besitz von intelligenten Wesen strickt untersagt würde!
Wie kam jemand dazu, einen anderen kaufen und verkaufen zu können, als ob er ein altes Handtuch sei. Oder eine Kuh oder ein Pferd? Nun ja. Dieses Thema hatte alle Kulturen der Erde schließlich über viele Jahrhunderte hin beschäftigt. Und Aufstände der Unterdrückten waren Legion.
Aber gerade jetzt nervten mich diese altertümlichen Denkweisen besonders. Schließlich ging es um Leben und Tod zweier Menschen, die mir mehr als nur ein wenig nahe standen!
Aber als Wissenschaftler mußte man sich halt zu helfen wissen.

Es kam die Zeit, an der man sich hierzulande zur Ruhe zu begeben hatte.
Vorher sollte noch ein Besuch im Badehaus stattfinden, wo sich alle Männer des Hauses zu einem Plausch trafen. Leider nicht zusammen mit den Damen.
Allerdings ging die Trennung zwischen Männlein und Weiblein nicht so weit, daß etwa auch recht feminine Sklavinnen verboten seien! Nein! Deren Anwesenheit schien den Männern hier recht angenehm zu sein. Lies man sich doch gerne von selbigen Getränke reichen, einseifen und massieren. Und die Bekleidung dieser Badedamen ließ doch recht zu wünschen übrig! Und nach Wunsch hätte sich der Service wohl auch noch beliebig erweitern lassen. Das war mir klar, da die Dame, die mir zugeteilt war, eindeutige Avancen machte.
Man durfte und konnte feststellen, daß die öffentlich zur Schau gestellte Moral, ganz wie auf Terra, auch nicht das war, was man vorgab, wenn nicht so viele Augen zuschauten.
Ich fragte mich nur, ob die Damenwelt dieses Planeten wußte, was eigentlich so in den Badehäusern der Männer abging. Oder sollte es etwa in den Frauen-Etablissements ähnlich zu und her gehen?
Dazu mußte ich unbedingt mal Sareth befragen. Sofern sie mir denn darauf Rede und Antwort stehen würde.
Gut. Ich mußte ja zugeben, daß mir früher die Anwesenheit solch williger schöner Wesen nicht auf den Wecker gegangen wäre. Aber erstens taten diese den Job nicht freiwillig, und zweitens hatte ich jetzt Sareth. Und ich liebte diese Frau von ganzem Herzen. Also gehörten diese wilden Ereignisse von nun an einer entfernten Vergangenheit an.

Schließlich hatte die Baderei ein Ende. Ich schützte irgendeinen fadenscheinigen Grund vor, mich in meine Gemächer zu begeben und schloß die Tür. Leider waren es etwa 50 Meter bis zu den Zimmern Sareths. Verdammt lange 50 Meter! Aber ich konnte mich ja wohl unmöglich auf einer Matraze vor ihre Tür legen! Obwohl ich das ja liebend gerne getan hätte. Wieso mußten diese schrecklichen Gemäuer auch derart weitläufig sein? War doch sowieso ungemütlich bis zum Geht-nicht-mehr!
Es ging doch nichts über winzige Hütten, in denen man dicht zusammen leben konnte und mußte!

Ich hatte keinen Alkohol angerührt mit der Begründung, ich müsse in den nächsten Tagen klar bei Kopfe bleiben, da ich noch an meinem Vortrag feilen müsse. Denn schließlich hing ja einiges davon ab, ob man meine Rede gut finden würde oder nicht. Schließlich sollten die Beziehungen zwischen der Föderations-Akademie der Wissenschaften und dem wissenschaftlichen Rat der Romulaner erheblich verbessert und intensiviert werden.

Ich fiel in einen unruhigen Schlaf. Immerwieder mußte ich an das Attentat denken. Wir waren zwar nicht unmittelbar gefärdet gewesen, aber ja nur deswegen, weil die Täter einfach Stümper gewesen waren.
Es mochte etwa 2 Uhr morgens Ortszeit sein, als mich das leise Piepen meines Warn-Gerätes weckte. Ich stellte das Mikrophon auf volle Verstärkung. Zunächst war deutlich das Öffnen einer Tür zu hören. Dann leise Schrittchen, die eindeutig von einer Frau stammten. Auf Zehenspitzen!
Ich war hellwach. Handelte es sich um Sareth, die auf die Toilette mußte und den Kleinen nicht stören wollte?
Eindeutig nein! Etwas wurde auf den Boden gestellt. Ein Riegel zurückgeschoben. Dann verließ die Person wieder das Zimmer.
Scheibenkleister! Jemand war in das Zimmer eingedrungen! Und das bedeutete mit Sicherheit nichts Gutes, denn dieser Jemand konnte nicht Sareth sein! Schließlich konnte ich die ruhigen Atemzüge meiner Geliebten und ihres Söhnchens deutlich vernehmen.

Ich sprang von dem Diwan auf und griff mir das Zeremonien-Schwert, welches rasiermesser-scharf geschliffen war. Irgendwie fühlte es sich beruhigend an.
Plötzlich übertrug mir das Empfangsgerät ein seltsamen Schwirren. Ähnlich dem einer irdischen Hummel. Was konnte das sein? Aber ich konnte drauf schwören, daß es nichts Gutes war!

Ich hastete über den Flur. Ich glaube, ich bin noch nie in meinem Leben so gerannt, wie jetzt. Sicherlich hätte ich einige Rekorde gebrochen, wenn es denn eine ofizielle Messung dieses Kurzstrecken-Laufes gegeben hätte.
Ich riß die Tür auf. Im Halbschimmer einer winzigen Lampe erkannte ich zunächst einmal gar nichts. Ich sah zum Bett von Sareth hinüber, wo sie friedlich in Morpheus Armen lag und einen schönen Traum zu haben schien, wenn man ihrem Gesichtsausdruck glauben konnte.
Dann aber hörte ich das Sirren. Es kam vom Bettchen des Kleinen her. Blitzartig sprang ich rüber, nur um zu sehen, wie ein winziger Vogel, ähnlich einem irdischen Kolibri, direkt über dem Gesichtchen des Jungen schwebte. Der Schlag seiner Flügel erzeugte das Summen.
Ich wäre fast über den Korb gestolpert, der eindeutig dieses Tier beherbergt hatte.
Plötzlich fielen mir die Geschichten ein, die man erzählte. Die Viehcher wurden als Mordwaffe eingesetzt! Ne'Rhis oder so ähnlich!
Und das Übelste war: Der Kleine war wach und griff mit seinen Patschhändchen nach diesem Mistding!
Und noch bemerkenswerter war, daß dieses Teil nicht zustach! Gott sei Dank nicht!
Ich verdrängte diese Tatsache. Was sollte es auch nutzen, sich darüber Gedanken zu machen, denn dieses niedliche Vögelchen war schließlich eine tödliche Waffe!
Als das Baby seine Händchen mal für einen kurzen Moment nach unten nahm schlug ich zu. Das superscharfe Metall des Schwertes trennte diesen Vogel in zwei Hälften. Wow! Wußte gar nicht, daß ich so gut war! Das Bat'Leth-Training mit Stefanie war wohl doch nicht ganz spurlos an mir vorrüber gegangen!

Jetzt erst begann ich wirklich zu realisieren, was eigentlich passiert war: Irgend jemand hatte diesen Piepmatz in Sareths Bude ausgesetzt. Ganz eindeutig mit dem Vorsatz, sie und das Baby zu ermorden!
Verdammter Mist! DeRaaf würde mir ein paar Fragen beantworten müssen. Schließlich hätte ich schon gerne gewußt, wer meiner Süßen an ihr hübsches Leder wollte!

Ich setzte mich auf eine Art Chaiselong und atmete erst einmal tief durch. Sareth schlief immer noch. Und auch das Baby hatte jetzt seine Äugelchen geschlossen, da das hübsche Spielzeug nicht mehr da war.
Ich packte die Reste des Vogels in den Käfig und verlies leise das Zimmer, nicht ohne den Sensor auf noch größere Schärfe gestellt zu haben.
Das konnte ja ein netter Aufenthalt werden, wenn das so weiterging!
 
S

Ssianha

Gast
Log 8 | Ens. Tarabas

Tarabas verbrachte die ganze Nacht, im Scheine des Mondes damit, das Grundstück sogut es ihm nur möglich war, zu inspizieren. Noch war ihm nicht wirklich eine Idee gekommen, wie er diese verfluchte Brut würde auslöschen und seinen Auftraggeber zufrieden stellen. Es war aber sein Vorteil, dass niemand wusste, dass der Orden von der Brachialgewalt zu anderen Methoden überging, und dass er, der doch eigentlich mit dem Captain bekannt war, derjenige welcher sein würde, der ihrem Leben nun endgültig ein Ende setzen würde. Tarabas lächelte unmerklich im silbrigen Mondlicht. Langsam aber sicher fand auch er sein Vergnügen an diesen Intrigen. Stunde um Stunde brachte er damit, sich sämtliche Einzelheiten dieses Anwesens in sein Gedächtnis einzubrennen. Aber eine scheinbar unbedeutende Kleinigkeit entging seinem messerscharfem Verstande: Es hatte sich bereits jemand im Gebäude selbst ans Werk gemacht, Tarabas' Mission zu erfüllen.

Plötzlich hörte er wieder dieses Knacken brechenden Unterholzes. Paranoia oder bestand doch Veranlassung zur Sorge? Aufmerksam blickte er sich um, doch vermochte sein bloßes Auge nichts zu erfassen. Wie hilfreich wäre doch jetzt das von ihm eigentlich so verhasste technische Equipment. Aber er würde es auch schon so schaffen, immerhin war er unter solchen und noch schlechteren Bedingungen herangewachsen.

Unaufhaltsam verflüchtigte sich die schützende Nacht, vertrieben von einer blutroten Sonne, die einen neuen Tag einleitete. Eiligst suchte der junge Mann sich wieder im tiefen Gestrüpp zu verbergen. Aber jetzt bemerkte er, dass in der vergangenen Nacht etwas vorgefallen sein musste. Wachpersonal zog durch die weitreichenden Anlagen, untersuchte jede Verdächtigkeit. Enger, immer enger kauerte sich der junge Mann an den dicken Stamm eines ihm unbekannten Baumes.

Jetzt, in diesem Augenblick traten zwei der Sucher genau unter sein Versteck. Ob sie ahnten dass er sich genau über ihn befand? Suchten sie überhaupt ihn oder war noch etwas anderes vorgefallen? Tarabas überlegte sogar einen kurzen Augenblick, ob er die beiden nicht ausschalten und sich von einem dieser Typen die Uniform überziehen sollte. Immerhin würde er sich so freier bewegen können. Was hatte er denn schon groß zu verlieren? Sein Leben hatte er bereits verwirkt, würde er hier versagen, warum dann also nicht ehrenhaft im Kampfe sterben?!

Tarabas richtete sich ein wenig auf, beobachtete die beiden Männer mit wachsamen Blicke. Und dann.... geschmeidig wie ein Leopard sprang er der Erde entgegen, völlig überraschend einem der Romulaner auf den Rücken. Der Überraschungsmoment stand auf seiner Seite. Sein Opfer war nicht einmal mehr fähig auch nur ein Wort zu sagen, als er schon bewusstlos danieder lag. Der andere war jedoch gewarnt. Seine Bewegungen waren elegant und zielsicher, keine leichte Aufgabe für den kleinen irren Doc, der eigentlich gar nicht mehr Herr seiner Sinne war. Doch ihm glückte das Unfassbare - er besiegte den erfahrenen Kämpfer und schickte auch ihn ins Land der Träume. Ob heute vielleicht doch mal einer seiner viel zu raren Glückstage war? Schien beinahe so, denn er passte sogar in eine der Wachuniform. Tarabas betrachtete sich so gut es ging, seine eitle Seite meldete sich nun auch mal zu Worte, auch wenn es wohl der unpassendste Augenblick überhaupt war.

Unverhofft drangen wieder Schritte an sein Ohr. Was tun? Wohin mit den echten, bewusstlosen Wachen? Aber Not machte ja bekanntlich erfinderisch, als nichts wie die andere Uniform zerschnitten, die Herren gefesselt und weitestgehend im Gebüsch versteckt. Suchte man nicht nach ihnen, würde wohl niemand so schnell auf sie aufmerksam werden. Für einen kurzen Augenblick gestattete er sich ein Gefühl des Stolzes, bevor er seine schauspielerische Seite ausgrub und sich der anderen Gruppe anschloss. Aber denen schien irgendwas an Tarabas nicht zu gefallen. Nun ja... war ja auch nicht verwunderlich - ein unbekannter Mensch in der Wachuniform einer hochstehenden romulanischen Familie?! Etwas sonderbar war dies gewiss. Aber klein Tarabas war gar nicht dumm, erzählte irgend etwas davon, dass er von weit her gereist sei, ein Heimatloser war, der hier eine Anstellung gefunden hatte. Ob sie das wohl schluckten? Tarabas war sich nicht völlig sicher, aber zumindest taten sie so. Nun also hatte er eine weitere Hürde genommen. Von nun an konnte er sich beinahe frei bewegen und sich, darauf berufen er sei neu und kenne den Weg nicht, überall mal ein wenig umsehen.

Fragte sich aber letztendlich nur, ob dieser Betrug lange genugt unentdeckt bleiben würde, um seinen Auftrag zu einem für ihn positiven Ergebnis zu führen.


Tbc...
 
G

*gelöscht*

Gast
Crossover / Cpt. t'Khellian Log 5



*** ch'Rihan, Anwesen der Familie Drevoux ***

Eigentlich hatten wir heute bereits die Gästewohnungen im Haus meiner Familie, der s'Khellian, beziehen sollen, doch die unerwarteten und unfreundlichen Ereignisse der letzten Stunden hatten uns diese Pläne ändern lassen.
Entgegen auch der Absicht unserer Gastgeber, mit uns heute morgen einen Ausflug in den nahegelegenen Naturpark zu unternehmen, um uns einige der Schönheiten ihrer Heimat zu zeigen, saßen Charlie, Joulesh und ich -- Admiral DeRaaf hatte sich noch kurz zuvor mit einer dringlichen Angelegenheit entschuldigt; und daß, wo ich auch von ihm etwas Aufklärung über die politische Lage hier hoffte! -- mit meiner Cousine und Senator Khaiell beisammen und besprachen das Geschehene und die zu erfolgenden Reaktionen.

Ich blickte meine Cousine an, die der Laune meines Großvaters zufolge den gleichen Namen wie ich trug, und war wieder über die Ähnlichkeit erstaunt. Sie war etwas größer als ich, ihre Hautfarbe war etwas dunkler und die Augenbrauen hatten einen kühneren Schwung -- ansonsten hätte man uns wohl gut für Schwestern halten können. Gestern bei unserem Empfang auf dem Landeplatz war mir nicht entgangen, wie verwundert sie und die übrigen Mitglieder der Willkommens-Abordnung waren, daß ich und meine Begleiter uns im rihannischen Zeremoniell bewandert erwiesen.....
Während des Abendessens war die Stimmung eher kühl und von korrekter Höflichkeit geprägt gewesen. Das, was unsere beiden Kulturen unterschied, und für die jeweils anderen doch ganz selbstverständlich war, schien uns, schien mich von meiner Familie jetzt mehr denn je zu trennen. Wäre da nicht mein kleiner Sohn gewesen und sein fröhliches Lachen, das noch nichts von der Welt und ihren 'zivilisatorischen' Spaltungen ahnte!

Im Gegensatz zu dem Piloten, der uns hierher geflogen hatte, war meine Cousine ganz angetan von Hdaen. Ich hatte aber auch die Traurigkeit in ihren Augen bemerkt, wenn sie das Kind ansah....So auch jetzt wieder, als sie sprach:
".......ein unglücklicher Unfall ist vollkommen ausgeschlossen, Riov Sareth. Diese Vögel sind kein Spielzeug und kein Haustier. Sie sind tödliche Werkzeuge, Mordwerkzeuge. Wer auch immer dies..." Sie deutete auf den Vogelkorb, den Charlie auf den Tisch plaziert hatte, "...hierhereingebracht hat, wollte töten."

"Und damit einen.......Konflikt mit der Föderation heraufbeschwören?" Lieutenant Joulesh schüttelte fassungslos den Kopf und betrachtete Hdaen. Der Gedanke, daß die kleinen Kinderhände vor wenigen Stunden mit einem totbringenden Vogel gespielt hatten, erschauderte ihn offensichtlich. Seine Begeisterung, Land und Leute von ch'Rihan kennenzulernen, war wie weggeblasen.

"Mein Audioabtaster hat die Schritte einer Frau aufgezeichnet." sagte Charlie. "Und heute morgen hat man eine Ihrer Sklavinnen in der Stadt tot aufgefunden. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, daß zwischen beiden Ereignissen ein Zusammenhang besteht? Ich meine........es sieht mir danach aus, als ob jemand eine lästige Mitwisserin aus dem Wege räumen wollte."

Senator Khaiell runzelte die Stirn. Es mißviel ihm, daß seine Gäste derartiges miterleben mussten, weniger um der Gäste selbst willen, als mit Rücksicht auf das Ansehen seines Hauses und das Wohlergehen seiner Gemahlin, die sich gerade wieder erholt hatte. Es schien sich ein altes Sprichwort zu bewahrheiten: 'Ein Unglück hat schon seine Nachfolger im Troß'. Ausserdem würden diese Ereignisse seiner Ehre leider abfordern, den Gästen aus der Föderation Einblick in Angelegenheiten seines Hauses gewähren zu müssen. Angelegenheiten, die er Gästen aus der Föderation am allerwenigsten offenlegen wollte.

"Nun, es wurde in der Tat eine meiner Sklavinnen tot aufgefunden." antwortete Khaiell. "Und ich schließe auch nicht aus, daß es einen Zusammenhang gibt........Allerdings hat diese Sklavin bisher in keinerlei negativer Weise auf sich aufmerksam gemacht."

Charlies Gesicht drückte Unzufriedenheit aus. Ich teilte sie und hatte unwillkürlich das Gefühl, daß der alte Senator uns etwas verschwieg. "Welchen Grund könnte sie gehabt haben, einen Mord zu begehen. Oder......sagen wir, sich zum Handlanger eines Mörders machen zu lassen?" wagte ich einen Vorstoß. "Könnte es sein, daß sie Beziehungen zu den Vaharan hatte?"

"Das ist ausgeschlossen." antwortete Khaiell eine Spur zu schnell, was mich noch mißtrauischer machte. Hat ER etwas mit dem Attentat zu tun?! "Die Mitglieder meines Hausstandes sind alle überprüft und loyal. Ich wüßte ...keinen Grund, warum sie etwas derartiges tun sollte. Eine solche Tat bringt Schande über mein Haus, und über sie selbst, weil sie mir gedient hat."

"Das ist auch nicht die Handschrift der Vaharan." warf meine Cousine ein. "Der Raketenbeschuß kurz nach dem Empfang, das ist es, wie die Vaharan und ihresgleichen Terror verbreiten. Die Nherri sind zu .....subtil für sie."

Ich entsann mich an das, was ich über diese Gruppe radikaler Terroristen bereits aus Föderationsquellen wusste und was mir Sareth t'Drevoux auf dem Weg hierher gestern berichtet hatte, und musste ihr recht geben. Das war nicht die Art, wie militante Fanatiker vorgingen! Ich bemerkte, wie meine Cousine einen raschen Blick mit ihrem Gemahl wechselte. Er nickte kaum merklich, und sie wandte sich mir wieder zu.
"Es sieht eher nach der Tat eines.....persönlichen Feindes unserer Familie aus, Riov Sareth."

"Ein persönlicher Feind?"

Sie nickte. "Senator Kovar tr'Strobar. Ich weiss, daß er Nherri züchtet, in seiner Nähe sollen sie sogar so zahm wie Schmetterlinge sein. Und es wäre nicht das erste mal, das er versucht, meiner Familie oder der Familie meines Mannes, zu schaden, unsere --" Sie besann sich im letzten Moment, daß diese Interna wohl doch zu viel preisgäben, und begnügte sich mit einem "-- politischen Ambitionen zu durchkreuzen."
 
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